Spross

Sprossmorphologie

Die Funktionen des Sprosses sind:

  • Festigung
  • Nährstofftransport
  • Wassertransport

Sekundäres Dickenwachstum Dikotyl

Das sekundäre Dickenwachstum setzt nach der primären Ausdifferenzierung der Sproßachse und Wurzel ein. Diese Form des Dickenwachstums findet man größtenteils bei Dikotylen. Bei den meisten Monokotylen findet nur ein primäres Dickenwachstum statt - es gibt aber auch Ausnahmen, die weiter unten beschrieben werden!

Das Dickenwachstum des Sprosses erfolgt durch die Bildung von sekundären Xylem. Dabei bildet sich ein faszikuläres und ein interfaszikuläres Cambium.

Zugegeben - dieser Satz ist erstmal schwierig zu verdauen. Deswegen werden wir diesen anschaulich erklären.


Leitbündel

Zur Verdeutlichung das Leitbündel im Detail und die Erklärung zu den Komponenten:

  • primäres Phloem: Das initiale Phloem, welches vom Cambiumring nach außen abgegeben worden ist. Wird beim Dickenwachstum gedehnt (aber von der puren Fläche her, ändert es sich nicht!)

  • sekundäres Phloem (Bast): Der Teil des Phloems, welcher beim Dickenwachstum des Sprosses wächst. Wird ebenfalls vom Cambiumring aus nach außen gebildet.

  • Markstrahl: Gewebestrahlen, die vom Mark bis zur Rinde reichen. Dient zum Stofftransport.

  • Baststrahl: Ausgedehnte Markstrahlen, welcher im Bast (Phloemteil) vorzufinden ist. Durch die Dehnung, können Sie ihre Funktion als Transport- und Speichersystem nicht mehr erfüllen.

  • Holzstrahl: Ausgedehnte Markstrahlen, welcher im Holz (Xylemteil) vorzufinden ist. Durch die Dehnung, können Sie ihre Funktion als Transport- und Speichersystem nicht mehr erfüllen.

  • sekundäres Xylem (Holz): Der Teil des Xylem, welcher sich beim Dickenwachstum des Sprosses wächst. Wird ebenfalls vom Cambiumring aus nach innen gebildet.

  • primäres Xylem: Das initiale Xylem, welches vom Cambiumring nach innen abgegeben worden ist. Wird beim Dickenwachstum gedehnt (aber von der puren Fläche her, ändert es sich nicht!)


Gewebschichten

  • faszikuläres Cambium: Der Teil des Cambium, welcher innerhalb der Leitbündel liegt.

  • interfaszikuläres Cambium: Der Teil des Cambium, welcher außerhalb der Leitbündel liegt.

  • Phelloderm: Dies sind Parenchym Zellen (siehe 2 Morphologie - Gewebe - Grundgewebe), welches vom Phellogen nach innen gebildet wird.

  • Phellogen: Auch Korkcambium genannt.Diese sind Meristeme im äußeren Bereich von dikotylen Pflanzen. Nach Außen wird das Phellem (Korkzellen) abgegeben und nach innen das Phelloderm (Parenchym Zellen).

  • Phellem: Phellem ist das, was man umgangssprachlich Kork nennt. Dies ist eine schützende, wachsartige Schicht, die die Pflanze vor Wasserverlust schützt.

  • Epidermis: Die Abschlussschicht einer jeder Pflanze.


Sekundäres Dickenwachstum Monokotyl

Bei Monokotylen verläuft das sekundäre Dickenwachstum etwas anders. Die Leitbündel sind bei den meisten Monokotylen geschlossen und haben somit auch keinen Cambiumring. Wenn kein Cambiumring vorhanden ist, kann auch kein sekundäres Xylem gebildet werden. Die Leitbündel sind bei Monokotylen kreuz und quer über den Sprossachsenquerschnitt verteilt (doch immer zum Zentrum gerichtet mit dem Xylem). Außerhalb der Leitbündel wird ein sekundäres Kambium gebildet, welches das gewohnte Dickenwachstum zum vorschein bringt.

Sprossausbildungsformen

Sprossmetamorphosen

Phyllodien sind verbreiterte, oft blattförmige Blattstiele welche die Funktion der Blattspreite übernimmt.

  • Beispiel: Acacia heterophylla

Phyllokladien sind Kurztriebe (Nebensprosse), die häufig gefiederten Blättern täuschend ähnlich sehen.

  • Beispiel: Ruscus aculeatus | Ruscus hypophyllus

Platykladien sind grüne, flächig verbreiterte Langtriebe (Hauptsprosse), die bei Pflanzen mit reduzierten Blättern ganz oder teilweise die Photosynthese übernommen haben.

  • Beispiel: Euphorbia canarienses
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