Lebensformen

Lebensformen der Pflanzen

Zunächst die Beschreibung einiger Grundbegriffe der Pflanzenlebensformen:

  • annuel = einjährige Pflanzen. Keimung, Blüte, Samenreife und Absterben innerhalb eines Jahres.
  • bienne = zweijährige Pflanzen. Im ersten Jahr eine vegetative Lebensweise, im zweiten Jahr Blüte, Samenreife und Absterben.
  • Mehrjährige = Blütenbildung meist nach mehreren Jahren.

Phanerophyten

Sind in der Regel Bäume - haben einen unverzweigten Stamm und eine stark verzweigte Krone. Hohe Sträucher fallen in diese Kategorie ebenfalls hinein.

Beispiel: Pinus sylvestris

Chamaephyten

Bei den Chamaephyten sind die Erneuerungsknospen über den Erdboden. In den Gebirgen kommt es aber häufig dazu, dass diese im Winter unter einer schützenden Schneedecke verdeckt sind. Zu den Chamaephyten zählen unter anderem:

  • Halbsträucher (Triebe am Grund schwach verholzt und ausdauernd)
  • Polsterpflanzen (Stauden mit gestauchter, dicht beblätterter Sprossachse)
  • Zwergsträucher (Bis ca. 1 m hoch)

Beispiel: Rubus arcticus

Hemikryptophyten

Die Erneuerungsknospen liegen dem Erdboden nahe. Dies ist in Mitteleuropa die häufigste Form.

Beispiel: Taraxacum officinale

Geophyten

Die Erneuerungsknospen überwintern im Boden. Diese führen den Spross im nächsten Jahr wieder fort. Es gibt eine Vielzahl von Überwinterungsorganen - je nachdem welches vorliegt werden die Geophyten weiter unterteilt in:

  • Knollengeophyt
  • Rhizongeophyt
  • Zwiebelgeophyt
  • Rübengeophyt
  • Wurzelgeophyt

Die Tiefenlage des Speicherorgans wird durch die Zugwurzeln ermöglicht.

Beispiel: Tulipa sylvestris

Therophyten

Diese sind annuele Pflanzen, welche in einem Jahr ihren kompletten Lebenszyklus abschließen.

Beispiel: Impatiens glandulifera

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