Gewebe

Dauergewebe

Bei diesem Gewebe findet keine Zellteilung mehr statt. Diese sind ausdifferenziert und nicht mehr Wachstumsfähig. Außerdem bilden sich schizogene - diese sind Interzullulare. Die Zellwände lösen sich Ecken und Kanten von Zellen entlang voneinander ab.

Grundgewebe

Diese werden auch Parenchym genannt. Ein sehr unspezialisiertes Gewebe der Pflanze. Bei krautigen Pflanzen ist dies die Hauptmasse des Vegetationskörpers. Es gibt mehrere Arten von Parenchym die differenzierte Funktionen haben:

  • Speicherparenychm - Speicherung von Reservestoffen (zB: Zwiebel)
  • Hydrenchym - Speicherung von Wasser (zB: Sukkulenz bei Kakteen)
  • Chlorenchym - Choloplastenreiches Gewebe
  • Schwammparenchym - Chloroplastenreiches Gewebe, welches gut durchlüftet ist.
  • Aerenchym - Durchlüftungsgewebe

Abschlussgewebe

Bei dem Abschlussgewebe kommt es zu einem lückenloses aneinanderschließen der Zellen. Die Interzellularen fehlen. Der Gasaustausch mit der Außenwelt erfolgt über Stomata. Man unterscheidet zwischen:

  • Primäres Abschlussgewebe (Epidermis und Cuticula)
  • Stomata
  • Trichome und Emergenzen

Epidermis und Cuticula

Die Cuticula unterbindet den Durchtritt von Wasser. Diese wächst mit der Epidermis mit. Die Cuticula besteht aus Wachsen, welche drei Formen haben kann:

  • Schuppenwachs
  • Röhrenwachs
  • Bänderwachs

Diese Cuticulawachse sind auch für den Lotus-Effekt verantwortlich. Dahinter steckt eine Unverschmutzbarkeit einiger Oberflächen, da das Wasser einfach davon abperlt. Die Epidermis ist meistens einschichtig, ohne Chloroplasten.

Stomata

Die Stomata entstehen durch Teilung von Epidermiszellen. Diese bestehen aus 2 bohnenförmige Schließzellen, welche sich nur am Ende berühren und deren Zellwände ungleichmäßig verdickt sind (Kollenchym). Zwischen den Schließzellen bleibt ein Spalt erhalten. Je nach Lage unterscheidet man verschiedene Arten der Stomata:

  • hypostomatisch: Stomata nur auf der Blattunterseite
  • amphistomatisch: Stomata auf Blattunter -und oberseite
  • epistomatisch: Stomata nur auf der Blattoberseite

Funktionsweise Helleborus-Typ

Durch die Turgorveränderungen in den Vakuolen wird die unverdickte Rückenwände gedehnt. Dadurch wird der Porus geöffnet (Stomata ist offen). Durch eine Verringerung des Turgordruckes wird der unverdickte Zellwandteil entspannt und der Porus wird geschlossen.

Trichome und Emergenzen

Trichome = Haare - dies sind ein- oder mehrzellige Auswüchse der Epidermis. Eine kleine Auswahl an Trichomen:

  • Schildhaare
  • Fühlborstenhaare
  • Drüsenhaare
  • Brennhaare

Emergenzen - vielzellige Auswüchse, an deren Entstehung subepidermales Gewebe beteiligt ist. (z.B. Stacheln bei Rosen)

Festigungsgewebe

Das Festigungsgewebe verleiht den Pflanzen eine Festigkeit (mechanische). Dabei unterscheidet man zwei verschiedene Arten:

  • Kollenchym: Diese sind nur teilweise verdickte Zellwände. Diese Zellen sind tatsächlich noch teilungsfähig. Der Stoffaustausch innerhalb der Zellen ist nur noch über die unverdickten Zellwände möglich.

  • Sklerenchym: Diese Zellen sind absterbend oder abgestorben. Diese sind gleichstark verdickte Zellwände.

Leitgewebe

Wasser- und Stoffstransport erfolgt bei Kormophyten in besonderen Leitsystemen. Dabei gibt es zwei verschiedene Leitsysteme:

  • Wurzel: radiales Leitsystem
  • Sprossachse: Leitsystem in Leitbündeln

Xylem

Dies ist der Holzteil des Leitsystems. Dabei wird eine Fernleitung von Wasser und anorganischen Verbindungen möglich. Das Xylem besteht aus abgestorbenen, verholzten Zellen. Die Verholzung verhindert ein kollabieren der Zellen. Zur Wasserleitung werden drei verschiedene Systeme verwendet:

  • Tracheiden
  • Tracheen (perforiert)
  • Tracheen (durchbrochen)

Phloem

Dies ist der Siebteil des Leitsystems. Dabei wird eine Fernleitung von organischen Verbindungen (Assimilate) möglich. Man unterscheidet dabei zwischen folgenden Systemen:

  • Siebzellen (keine große Effizienz) - vor allem bei Gymnospermen
  • Siebröhren (hohe Effizienz) - vor allem bei Angiospermen
  • Geleitzellen (umgeben Siebröhren) - vor allem beid en Angiospermen

Drüsenzellen und -gewebe

Die Drüsenzellen bilden Sekrete, die in der Regel über den Bedarf der Zelle hinausgehen. Dabei gibt es zahlreiche Funktionen wie zum Beispiel:

  • Schutz der Pflanze
  • Tieranlockung
  • Exkretion

Bildungsgewebe

Bildungsgewebe = Meristeme - diese bilden sich inaequal auf. Einige werden zu Stammzellen (=teilungsfähiges Bildungsgewebe), andere zu Dauergewebe. Man unterscheidet zwei Arten der Zellteilung:

  • Antikline Zellteilung: Zellen bilden sich senkrecht vom Organ / Zellkörper weg.
  • Perikline Zellteilung: Zellen bilden sich waagerecht vom Organ / Zellkörper weg.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Meristemen:

  • Wurzelmeristem (Dauergewebe + Calyptra)
  • Restmeristem (Komplexe innerhalb vom Dauergewebe)
  • Laterale Meristeme (Meristeme mit perikliner Zellteilung)
  • Meritemoide (Einzelzellen innerhalb vom Dauergewebe)

Apikale Meristeme

Eine innere Gruppe von Zellen teilt sich periklin und antiklin - damit wird eine Grundbasis gebildet für das Apikalmeristem (Meristeme an der Organspitze wie Spross, Wurzel). Die Tunika ist der Bereich des Apikalmeristems, in denen es nur eine perikline Teilungen gibt. Dadurch wird ein Wachstum des Organs eingeleitet.

Laterale Meristeme

Laterale Meristeme sind flächige Meristeme parallel zur Organoberfläche. Beispiele hierfür sind:

  • Sprosscambium
  • Wurzelcambium
  • Korkcambium

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